Samstag 4.11.2017, Beginn: 20.00 Uhr
Ort: IGS Beuel

Klimaschutz? Ist hierzulande Chefinnensache. Erneuerbare Energiewende? Ja, was denn sonst, wir leben doch nicht mehr im Mittelalter? Und der Kohleausstieg? ‚A geh bitte’, da sind doch nun wirklich alle dafür – sogar die Kolleginnen und Kollegen von Bergarbeitergewerkschaft.

Dass dieses Image vom Klimasaubermann Deutschland nur sehr wenig mit der Realität zu tun hat, ist mittlerweile kein allzu gut gehütetes Geheimnis mehr: wer den Dieselskandal nicht ganz verschlafen hat, weiß, dass hier immer noch Autoland, und nicht Ökomusterland ist. Die junge, aber äußerst dynamische Antikohlebewegung wiederum zeigt immer wieder mit dem Finger auf die Tatsache, dass Deutschland mehr Braunkohle abbaut und verbrennt, als jedes andere Land auf der Welt.

Die COP23, die unter der Präsidentschaft des untergangsgefährdeten Inselstaates Fidschi beinahe mitten im größten deutschen Braunkohlerevier stattfindet, ist nicht nur der perfekte Ort, um diese Heuchelei zu entlarven – sie ist auch der Ort, an dem wir unsere Alternativen dazu diskutieren wollen. In diesem Fall: wie ist ein Ausstieg aus der Braunkohle hierzulande zu machen?

Klar, das ‚ob’ muss nicht mehr diskutiert werden. Aber das ‚Wann?’ – sofort? Oder erst in zwei Jahrzehnten? Wie sieht’s mit den oft beschworenen ‚gerechten Übergängen’ für die Arbeiter*innen in der Kohleindustrie aus? Und wenn wir aus Kohle aussteigen – bedeutet dass dann mehr fossiles Gas?

Diese Fragen werden wir in einer etwas anderen Abendveranstaltung mit einer Reihe von Gästen besprechen: manche direkt von hier aus dem Rheinland; manche von der anderen Seite der Erde. Kommt und diskutiert mit!

Speakers:
Charlotte Loreck (Oeko Institut / Prognos)
Heather Milton-Lightening (Indigenous Climate Action – Canada)
nn. (German trade union)
Sean Sweeney (Trade Unions for Energy Democracy)
Philipp Litz (agora Energiewende – Germany)
Noelie Audidor (‘Gastivists’)
Moderation: Lyda Fernanda (Transnational Institute) und Tadzio Mueller (Rosa Luxemburg Stiftung)