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Weniger Güterverkehr, mehr Lebensqualität – Wie kann eine Dezentralisierung der Wirtschaft gelingen?

Dank Dieselskandal wird endlich ernsthaft über die ‘Verkehrswende’ geredet. Meist beschränkt sich die Debatte über Alternativen jedoch auf den Personenverkehr, während der rasant zunehmende Gütertransport höchstens am Rande erwähnt wird. Trotz desaströser Folgen für Umwelt und Gesundheit wird dieser im allgemeinen Diskurs bislang positiv gesehen, als Zeichen von ‘Wachstum’ und wirtschaftlicher Stärke. Wir wollen uns mit den strukturellen Ursachen der Explosion der weltweiten Warenströme befassen: Sinkende Transportkosten, liberalisierter Welthandel und dadurch ermöglichte immer stärkere Zentralisierung der Produktion.

Wie können diese Strukturen verändert werden, ohne in rückwärtsgewandten Protektionismus zu verfallen? Welche Ansätze gibt es bereits, und wie können soziale Bewegungen Einfluss auf die Debatte nehmen? Ist eine dezentralere Wirtschaft demokratischer und effizienter? Und welche Rolle kann dabei die Digitalisierung spielen? Darüber möchten wir beim Workshop diskutieren mit dem Ziel, Schnittmengen und mögliche Schwerpunkte gemeinsamer Kampagnen zu identifizieren.